Diese Nebenwirkungen hat Vitex agnus castus

Die Heilpflanze Mönchspfeffer kennen vor allem Frauen. Das pflanzliche Mittel kann allerdings auch Nebenwirkungen haben. Erfahren Sie, welche das sind..

Die Heilpflanze Mönchspfeffer kennen vor allem Frauen. Das pflanzliche Mittel kann allerdings auch Nebenwirkungen haben. Erfahren Sie, welche das sind.

Mönchspfeffer (auch als Vitex agnus castus oder Keuschlamm bekannt) entfaltet aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine hormonähnliche Wirkung. Diese soll dabei helfen, den Menstruationszyklus zu regulieren. Zum Einsatz kommt dabei in der Regel ein Extrakt aus den Mönchspfeffer-Früchten.

Häufige Anwendungsgebiete für Mönchspfeffer sind unter anderem:

Allerdings ist die therapeutische Wirksamkeit für diese Anwendungsgebiete insgesamt nicht gut belegt, so etwa bei Zyklusstörungen. Prämenstruelle Beschwerden hingegen kann Mönchspfeffer möglicherweise tatsächlich lindern. Lesen Sie in den folgenden Kapiteln, welche Nebenwirkungen auftreten können und ob sich Mönchspfeffer auf das sexuelle Verlangen auswirkt.

Zwar ist Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) ein natürliches Heilmittel und gilt allgemein als gut verträglich. Dennoch sind Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Möglich sind etwa:

Wenn bei der Einnahme von Mönchspfeffer Nebenwirkungen auftreten, sind diese meist eher harmloser Natur wie etwa Pickel, eine gerötete Haut, Kopfschmerzen oder Schwindel. Diese Nebenwirkungen gelten noch nicht als bedenklich – in der Regel bilden sie sich zurück, sobald das pflanzliche Mittel abgesetzt wird.

Manche Menschen reagieren allerdings auch allergisch auf Mönchspfeffer. Das kann sich etwa durch Symptome wie anhaltenden Juckreiz und Hautausschlag bemerkbar machen. In solch einem Fall sollten Betroffene das Mittel absetzen und eine ärztliche Praxis aufsuchen, wenn die Nebenwirkungen nicht innerhalb weniger Tage deutlich abklingen.

Treten hingegen allergische Beschwerden wie ein geschwollenes Gesicht, Engegefühl im Hals oder Atemnot auf, gilt es keine Zeit zu verlieren. Dann sollten Betroffene umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen oder je nach Situation auch den Rettungsdienst (112) rufen.

Da Mönchspfeffer üblicherweise als Heilpflanze zur Behandlung von Frauenbeschwerden verwendet wird, kann es zudem schwierig sein, zwischen den Symptomen, die behandelt werden sollen, und den Nebenwirkungen zu unterscheiden. Dies gilt etwa für Brustschmerzen, Unterleibsschmerzen oder Zwischenblutungen, die eine mögliche Nebenwirkung der Einnahme von Mönchspfeffer sind.

Treten während der Einnahme von Mönchspfeffer Beschwerden neu auf oder verstärken sie sich, sollte darum am besten immer Rücksprachen mit der ärztlichen Praxis gehalten werden. So lässt sich klären, ob es sich dabei um Nebenwirkungen der Heilpflanze handelt oder die Symptome andere Ursachen haben.

Mit der angeblichen Auswirkung auf die Libido von Männern und Frauen erklärt sich wahrscheinlich der Name der Heilpflanze – denn die pfeffrigen Mönchspfefferfrüchte kamen nicht nur in der Klosterküche zum Einsatz. In Antike und Mittelalter erhoffte man sich zudem, dass sie die sexuelle Lust unterdrücken und damit die Keuschheit bewahren. Darauf lässt auch der Name „Keuschlamm“ schließen (lateinisch „agnus“ = Lamm, „castus“ = keusch).

Zu diesem Zweck sollen die früchtetragenden Mönchspfefferzweige unter das Bettstroh der Nonnen gemischt oder die beerenähnlichen Früchte verzehrt worden sein. Allerdings soll sich Mönchspfeffer nicht nur lusthemmend, sondern bei einer schwachen Libido angeblich auch förderlich auswirken können. Wissenschaftlich erwiesen sind beide Effekte jedoch nicht.

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