Heilpflanzen
So wirkt Rizinusöl gegen Verstopfung
Aktualisiert am 23.10.2020Lesedauer: 2 Min.

Rizinusöl ist ein Naturheilmittel, welches in erster Linie zur Behandlung von Verstopfung (Obstipation) und für eine beschleunigte Darmentleerung eingesetzt wird. Hier erfahren Sie mehr zur Wirkung des Öls.
Rizinusöl wird aus dem Wunderbaum gewonnen. Die abführende Wirkung des Öls wurde bereits in der Antike geschätzt. Die eigentlich wirksame Substanz ist die sogenannte Rizinolsäure, welche im Dünndarm durch körpereigene Enzyme freigesetzt wird. Sie bewirkt eine vergrößerte und erweichte Stuhlmenge, was einen abführenden Effekt zur Folge hat.
Die Rizinolsäure reizt zudem die Darmschleimhaut, wodurch die abführende Wirkung verstärkt wird. Nach der Einnahme von rund zehn bis 30 Millilitern Rizinusöl, wirkt das Naturheilmittel bereits nach zwei bis vier Stunden. Es gibt außerdem spezielle Präparate, deren Wirkung schon nach wenigen Sekunden einsetzt.
Sie können Rizinusöl direkt als Öl einnehmen. Da das Naturheilmittel nicht gut schmeckt, bevorzugen viele aber die Einnahme in Kapselform. Kapseln wirken allerdings erst nach zwei bis acht Stunden. Eine normale Dosierung sieht ein bis zwei Esslöffel (zehn bis 30 Milliliter) auf nüchternen Magen vor. Je geringer die Dosierung ist, desto länger verzögert sich der Wirkungseintritt.
Rizinusöl darf nicht bei einem Darmverschluss und entzündlichen Darmerkrankungen sowie bei der gleichzeitigen Einnahme von herzwirksamen Glycosiden eingenommen werden. Auch bei Gallensteinleiden sowie bei unklaren Beschwerden im Bauchbereich sollte keine Anwendung erfolgen. In der Schwangerschaft sollte Rizinusöl ebenfalls nicht eingenommen werden. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Einnahme untersagt. Für die Behandlung von Kindern unter zwölf Jahren ist Rizinusöl nicht geeignet.
Falls Sie Rizinusöl einnehmen und allergische Reaktionen oder eine Verschlechterung Ihres Befindens bemerken, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.