Senf: Eine gesunde Soße?

Die milde bis starke Schärfe von Senf gibt besonders Fleischgerichten die richtige Würze. Schon bei den alten Griechen wurde das.

Die milde bis starke Schärfe von Senf gibt besonders Fleischgerichten die richtige Würze. Schon bei den alten Griechen wurde das Gewürz jedoch auch als Heilmittel verwendet. Unter anderem gibt es Hinweise, dass Senf vor Krebs schützen kann.

In Deutschland sind vor allem zwei Arten der Senfpflanze (Brassica) bekannt: schwarzer und weißer Senf. Beide gehören zu den Kreuzblütlern und wachsen an Senfpflanzen von sehr ähnlicher Gestalt.Diese einjährigen Pflanzen erreichen eine Höhe von 150 Zentimetern und bevorzugen Kalkböden. Ihre Blätter haben eine gelappte bis lanzettige Form.

Die kleinen gelben Blüten der Pflanze sind von Juni bis August sichtbar und ähneln den Rapsblüten. In einer bis zu zwei Zentimeter langen Schote reifen schließlich die Samen heran, die je nach Sorte schwarzbraun bis gelblich sind.

Die Samen der Senfpflanze werden nach der Blütezeit gesammelt und getrocknet. Sie finden Verwendung in der Küche und der Heilkunde.

Weißer Senf wird zur äußerlichen Anwendung gegen Gelenkerkrankungen, Entzündungen der Atemwege und bei Rheuma der Weichteile genutzt. Laut der „Apotheken Umschau“ weist eine Studie der Universität Freiburg zudem darauf hin, dass der Konsum von Senf Schutz vor krebserzeugenden Substanzen bieten könnte.

Äußerlich angewendet kann Senf Hautschäden auslösen. Die aktiven Inhaltsstoffe können darüber hinaus auch die Nerven schädigen. Bei Nierenerkrankungen sollte Senf nicht eingesetzt werden.

Der Arzt Dioskurides, der im ersten Jahrhundert im alten Griechenland lebte, verwendete die Senfpflanze gegen Epilepsie. Im 18. Jahrhundert wurde damit sogar die Pest bekämpft. Inzwischen ist bekannt, dass diese Anwendungen zumindest fragwürdig waren.

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