In der
Serie „Eine Frage der Ernährung“ gibt unser Expertenrat
Antworten auf Fragen, die sich viele Menschen stellen. In dieser Folge: Worauf
lohnt es sich, in der Fastenzeit wirklich zu verzichten? Welcher Entzug nutzt
dem Körper innerhalb von 40 Tagen am meisten? Antworten gibt der
Stoffwechselmediziner Stefan Kabisch von der Berliner Charité.
ZEITmagazin ONLINE: Herr Kabisch, die knapp sieben
Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern gelten als Fastenzeit. Was bringt es,
in dieser Zeit auf Alkohol zu verzichten?
Stefan Kabisch: Auf Alkohol zu verzichten, ist aus
medizinischer Sicht immer gut. Und: Je länger man verzichtet, desto besser.
Aber auch schon ein kurzer Verzicht von sechs oder sieben Wochen kann eine
ganze Menge bewirken! Bei der Leber sieht man dann beispielsweise bereits einen
deutlichen Erholungseffekt. Aber es gibt natürlich auch Schäden, die
lassen sich durch 40 Tage Verzicht nicht reparieren. Wenn in der Leber zum
Beispiel durch regelmäßigen vermehrten Alkoholkonsum bereits eine Vernarbung
eingesetzt hat, dann kann es viele Monate dauern, bis sie sich erholt,
womöglich kann sie sich auch gar nicht mehr vollständig regenerieren.