Verhaltensforschung bei Pavianen: So reagieren Paviane auf ein Erdnuss-Monopol

Aus der Serie: Frisch erforscht Was passiert, wenn in einer Affenhorde ein einziges Männchen leckere Snacks verteilen kann? Es gibt.

Aus der Serie:
Frisch erforscht

Was passiert, wenn in einer Affenhorde ein einziges Männchen leckere Snacks verteilen kann? Es gibt Zärtlichkeiten und Zoff. Auch nicht so anders als beim Menschen.


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Verhaltensforschung bei Pavianen: Paviane gelten als spannende Modellart für den modernen westlichen Menschen.
Paviane gelten als spannende Modellart für den modernen westlichen Menschen.
© Foto: Ullstein Bild

Als zentrale Versuchsgruppe dienten 43 Guineapaviane (Papio papio) im Tiergarten Nürnberg. Später folgten Vergleichsexperimente mit frei lebenden Pavianen im Senegal. Und was wollten die Wissenschaftler herausfinden, unter ihnen die Göttinger Primatenforscherin Julia Fischer? Welche sozialen Folgen es hat, wenn in einer Affenhorde ein einziges männliches Exemplar plötzlich den exklusiven Zugang zu einer hochwertigen Nahrungsquelle kontrolliert.

Als Erstes wurde ein sogenannter Spezialist ausgebildet – ein Männchen lernte, wie sich die Mechanik einer Futterkiste bedienen lässt. Gelang ihm dies, regneten Erdnüsse für alle herab. Die Forscherinnen und Forscher legten dann großen Wert darauf, dass nur der jeweilige Spezialist der Affenbande für solche Erfolgsmomente sorgen konnte. Wollte hingegen ein anderes Männchen eine Runde Erdnüsse organisieren, blockierte der Mechanismus.

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