Wärmt von innen, macht gesund, sorgt für Gemütlichkeit: Über Suppen haben wir so viele lieb gemeinte Klischees im Kopf, dass wir ganz schläfrig geworden sind vor lauter Wohlwollen. Wir glauben, sie zu gut zu kennen – und nehmen sie gar nicht mehr richtig wahr, schmecken gar nicht mehr genau hin, schätzen sie gar nicht mehr wert in ihrer umfassenden Herrlichkeit.
Eine richtig gute Suppe muss nicht sanft sein. Sie kann auch damit beginnen, eine Zwiebel zu verbrennen. Gabriele Hussenether, Kolumnistin beim Wochenmarkt, zeigt in ihrer Küche in Nürnberg, dass man vor kohlschwarzen Stellen am Gemüse keine Angst haben muss. Sie legt eine Pfanne mit Alufolie aus, halbiert zwei große Zwiebeln, stellt sie mit den Schnittflächen auf die Folie und dreht die Herdflamme hoch, volle Hitze. „Wenn die offenen Flächen schön verkohlt sind, steckt man Nelken rein und gibt sie in die Brühe“, sagt Hussenether. Mit Schale.